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Der MVP ist tot - lange lebe Rapid Building mit Low Code in Directus
Der MVP ist tot - lange lebe Rapid Building mit Low Code in Directus
In der traditionellen Software-Entwicklung galt das Erstellen eines Minimum Viable Product (MVP) oft als erster Schritt auf dem Weg zu einem vollständigen, marktreifen Produkt. Mit dem Aufkommen von Low-Code-Plattformen wie Directus wird dieses Konzept jedoch herausgefordert. Low Code ermöglicht die Erstellung eines MVPs, das nicht länger ein Wegwerfprodukt ist, sondern den Grundstein für die kontinuierliche Entwicklung bildet.
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Thomas SchiekeGeschäftsführer, YMC

Lesezeit: ca. 2 Minuten

vor 4 Monaten

Directus

Mit Low Code befinden wir uns konstant im MVP- oder Rapid-Prototyping-Modus, während gleichzeitig ein stabiles Produktionssystem aufgebaut wird. Dadurch verschwimmen die Grenzen zwischen einem MVP und einer voll ausgereiften Software-Lösung. Low Code erlaubt es, schnell zu starten und agil zu bleiben, wobei die Agilität nicht nur auf die Programmierung beschränkt ist, sondern auch auf die Ebene der Software-Architektur und -Komponenten reicht.

Diese neue Form der Agilität und Abstraktion hebt die Softwareentwicklung auf eine höhere Ebene. Low Code-Plattformen bieten vorgefertigte, erweiterbare Komponenten und Schnittstellen, die es ermöglichen, individuelle Software-Lösungen schnell und intuitiv über eine grafische Benutzeroberfläche zu erstellen. Die Generalisierbarkeit und Wiederverwendbarkeit, die früher auf der Programmierungsebene angesiedelt waren, wandern nun in die Sphäre der Benutzeroberfläche für die Konstruktion von Anwendungen. Gleichzeitig werden die Abstraktionen der Programmierung genutzt, da die Low-Code-Komponenten darauf aufbauen.

In diesem neuen Paradigma der Composability, das durch Low Code ermöglicht wird, sprechen wir bei der YMC eher von "Software Building" als von "Software Development". Diese Entwicklung ähnelt dem Vergleich zwischen Fertighäusern und Massivhäusern im Bauwesen. Low Code erlaubt es, grosse, vorgefertigte Bauteile zusammenzufügen, um schnell zu einem Ergebnis zu kommen, bietet aber gleichzeitig die Flexibilität, individuelle Anpassungen mit kleineren oder eigenen Komponenten vorzunehmen – vergleichbar mit dem Stein-auf-Stein-Bau eines Massivhauses.

In diesem Sinne ist "Rapid Building" eine treffendere Beschreibung als "Rapid Prototyping", da es die Kombination aus Geschwindigkeit und Anpassungsfähigkeit in der Lösungserstellung betont (sogenannte Hyperautomatisierung). Mit der Einführung von Low Code wird das Konzept des MVP (Minimum Viable Product) obsolet, denn Low Code ermöglicht es, in kürzester Zeit das Maximum Possible Product zu konstruieren, also das maximal mögliche Produkt mit maximaler Funktionalität und Anpassungsfähigkeit.